
Air Liquide hat angekündigt, dass das Unternehmen im Industriegebiet von Rotterdam (Niederlande) eine CO₂-Abscheidungsanlage von Weltrang bauen, besitzen und betreiben wird. Dabei kommt die firmeneigene Cryocap™-Technologie zum Einsatz. Die neue Anlage wird in der Wasserstoffproduktionsanlage der Gruppe im Hafen von Rotterdam installiert und an Porthos angeschlossen, eine der größten CO₂-Abscheidungs- und -Speicheranlagen Europas, mit deren Hilfe die CO₂-Emissionen in diesem großen Industriegebiet deutlich reduziert werden sollen.
Air Liquide wird das CO₂ aus seiner bestehenden Wasserstoffanlage im Rotterdamer Hafen abscheiden und dabei CryocapTM nutzen, eine technologische Lösung zur CO₂-Abscheidung mittels kryogener Verfahren. Das abgeschiedene CO₂ wird dann durch die derzeit im Aufbau befindliche Porthos-Infrastruktur transportiert und in erschöpften Gasfeldern in der Nordsee, etwa 20 Kilometer vor der Küste, dauerhaft gespeichert. Die Kohlenstoffabscheidungsanlage wird 2026 in Betrieb gehen. Durch dieses Projekt wird Air Liquide in der Lage sein, seinen Langzeitkunden wie vereinbart Wasserstoff zu liefern, der deutlich weniger CO₂ enthält.
Insgesamt wird die Porthos-Infrastruktur eine Emissionsreduzierung von 2,5 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr ermöglichen – das entspricht etwa 10 % der derzeitigen CO₂-Emissionen der Rotterdamer Industrie. Die Europäische Union hat Porthos als großes grenzüberschreitendes Infrastrukturprojekt anerkannt, das zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele beiträgt, und hat Porthos in die Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse aufgenommen.
Emilie Mouren-Renouard, Mitglied des Executive Committee von Air Liquide und CEO des Europe Industries Hub, sagte: „Wir freuen uns, einen weiteren konkreten Schritt zu unternehmen, um zur Dekarbonisierung eines der größten Industriegebiete Europas beizutragen und gleichzeitig an der Entwicklung von Porthos teilzunehmen. Diese neue CO₂-Abscheidungsanlage von Weltrang verdeutlicht unsere Expertise und unser Engagement bei der Umsetzung von Dekarbonisierungslösungen sowohl für unsere Kunden als auch für unsere eigenen Anlagen, im Einklang mit dem strategischen Plan ADVANCE der Gruppe, ihre CO₂-Emissionen bis 2035 um 33 % zu reduzieren.“